KLEE wieder in China

KLEE weilen zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Volksrepublik China, diesmal in Wuhan.
Wuhan von oben:
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KLEE werden dort zusammen mit anderen deutschen Bands auf dem chinesisch-deutschen Festival in Wuhan auftreten. Weitere Bands siehe hier,
Popfestival in Wuhan
Die Deutsch-Chinesische Promenade findet vom 23.-31. Oktober 2009 auf der Jiangtan-Promenade im Wuhaner Stadtteil Hankou statt. Google-Maps

Passend dazu gibt es auf www.kleemusik.de den ersten Tagebucheintrag, diesmal von Sten Servaes:

„Hui…der nächste Tagebucheintrag nach unserer Chinareise kommt – wer hätte das gedacht? – schon wieder aus…China..; ) Ok, das ist natürlich zu großen Teilen der Arbeit am neuen Album geschuldet, die uns auch während der Konzerte im Sommer so auf Trab gehalten hat, dass es dort zur Zeit eine kleine „Tagebuch-Lücke“ gibt, die wir aber ganz bestimmt noch zu schließen versuchen werden…
Nun aber sitz ich in meinem Hotelzimmer in Wuhan, es ist mitten in der Nacht, die Klimaanlage summt und tut ihr Bestes, die immer noch schwül-warmen 29 Grad auf erträgliche Schlaftemperatur herunterzukühlen, und ich möchte kurz berichten wie es dazu kam…

Schon kurz nach unserer ersten, wahnsinnig beeindruckenden Reise nach China bekamen wir einen Anruf von Udo Hoffmann, ob wir nicht auch wieder im Oktober dabei sein möchten/können…
Was für eine Frage! Natürlich möchten wir. Allerdings waren wir auch schon im Studio und haben dann aber gemeinsam entschieden, dass uns eine Woche „Pause“ sicher nicht schaden würde…Und so haben wir am Mittwoch Mittag um eins in Köln alle Aufnahmen am neuen Album ruhen lassen und uns auf den Weg nach Frankfurt zum Flughafen gemacht.

Mit all den tollen Bildern von der letzten Reise im Juni im Kopf, saßen wir schließlich am Gate und warteten auf den Abflug der Maschine gen Peking, der für 17.20 Uhr angesetzt war. Gegen 16.20 wurden wir über Lautsprecher informiert, dass der Flug leider hoffnungslos überbucht sei und nun Freiwillige gesucht würden, die sich – für eine gewisse „Entschädigungssumme“ – auf den nächstmöglichen Flug umbuchen lassen würden. Da sich bis kurz vor Ablfug immer noch nicht genügend Personen gemeldet hatten, beschlossen wir, einer willkürlichen „Teilung“ unserer Gruppe zuvor zu kommen und entschieden uns für bezahlte drei weitere Stunden Wartezeit.

Um 20.15 gingen wir dann endlich an Bord. Und siehe da: vertraute Gesichter! Einige andere deutsche Bands, die beim chinesisch-deutschen Festival in Wuhan spielen werden, waren auch mit im selben Flieger. Die netten Gespräche unterwegs und die allgemein wirklich tolle und gute Laune konnten aber dennoch nicht über die diesmal wirklich endlos scheinenden neun Stunden Flug bis Peking hinweghelfen. Mir gelang es – trotz Übernächtigung – leider nicht, wenigstens für ein, zwei Stunden zu schlafen, so dass die in Peking folgenden fünf Stunden Aufenthalt zur quälenden Tortur wurden. Neben unserer Müdigkeit machte uns auch recht bald die Erkenntnis zu schaffen, dass wir von China aus nun nicht mehr, wie geplant, auch über Twitter und Facebook berichten würden können, denn all diese Portale sind derzeit „nicht erreichbar“…; (

Auf dem Weiterflug nach Wuhan überlegten wir schon, wie wir diese unerfreuliche Situation irgendwie meistern könnten…doch über die Gedanken daran sind wir dann alle der Reihe nach eingeschlafen.

Die Luft in Wuhan war angenehm warm, als wir von unserer Betreuerin Angie empfangen und nach insgesamt 25 Stunden Unterwegssein in den Shuttle-Bus zum „Howard Johnson Pearl Plaza“ gefahren wurden. Verglichen mit den frostigen –2 °C, die wir noch Tage zuvor nachts in Köln erlebt hatten, waren 30° C am Abend schon ein ganz schöner Kontrast. Im wahrsten Sinne; ) Wetter.com sei dank hatten wir auch entsprechende Garderobe dabei.

Das Hotel und alle Organisatoren empfingen uns auf das allerherzlichste und wir beschlossen, uns nach kurzem Check-In und trotz aller Müdigkeit noch das Festival-Gelände und die Bühne, die direkt gegenüber dem Hotel in einem Park am Yangtse steht, anzuschauen. Dort hatten alle Beteiligten gerade die Vorbereitungen für den Eröffnungstag am morgigen Freitag abgeschlossen und – nachdem wir uns alle freudig begrüßt hatten – sind wir noch gemeinsam lecker chinesisch essen gegangen. Wir hatten schon fast vergessen WIE lecker das Essen hier ist!

Beendet haben wir den Abend dann in einer ehemaligen Kirche, die nun eine Bar beherbergt und für die Dauer des Festivals quasi als „Aftershow-Club“ fungiert. Völlig überwältigt von den wieder neuen Bildern und Erlebnissen liefen wir dann die zwei Häuserblocks durch das ehemals „französische Viertel“ zurück zum Hotel, vorbei an verwunschen wirkenden Kolonialbauten, den Garküchen, Spielstuben und kunterbunten Kiosken…
Und wieder verzauberten und begleiteten uns die Gerüche und Farben, die Menschen und die herzliche und unbeschreibliche Atmosphäre bis hinauf in unsere Hotelzimmer.

Ich blicke nun aus dem Fenster im 23. Stock, herunter auf den im nächtlichen Dunst verschwimmenden Yangtse und die riesige, blinkende, bunte Stadt und freue mich auf die nächsten Tage und alles was sie mit sich bringen!“

Ein Gedanke zu „KLEE wieder in China

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