KLEE in China letzter Eintrag im Tourtagebuch

„Niemals geht man so ganz“! Chongqing, Zhong Xian, Rückflug

Unser letzter Tag in China beginnt mit einer dreistündigen Fahrt von Chongqing Mitte nach Zhong Xian, wo wir auf dem Campus einer Mittelschule unser letztes Konzert spielen werden.

Wir verteilten uns auf zwei Autos und steckten unsere langen Nasen erstmal in die örtlichen Gazetten von Chongqing, die mit Titelseiten und ausgiebiger Berichterstattung von unserem gestrigen Konzert berichteten.

Nachdem wir die letzten Wolkenkratzer hinter uns gelassen hatten, wurde die Landschaft rechts und links an der Autobahn entlang zusehends grüner und bergiger. Sanfte Hügel und Reisfelder flogen an uns vorbei, große Berge, Schluchten, Flüsse und Händler.

Händler?? Tatsächlich standen immer wieder Händler mit ihren großen, obstgefüllten Körben auf dem Seitenstreifen der Autobahn und warteten auf die vorbeirasende Kundschaft. Zwar warnen große Schilder vor der Gefahr, auf der Autobahn anzuhalten und drohen sogar mit einer Geldbuße, jedoch scheint sich dieses Phänomen nicht so leicht weg-organisieren zu lassen. Natürlich gibt es auch Raststätten entlang der Autobahn, die mit Tankstelle, Toilette und Tante-Emma-Laden die Reisenden versorgen. An einer solchen machten wir dann auch eine Pause, und nicht anders als bei uns hielten dort prompt große Reisebusse, aus denen viele Chinesen purzelten, die gleich ihre Kameras auf unsere europäische Reisegruppe richteten.

Die Fahrt war relativ kurzweilig, da die grüne Landschaft unseren „betonierten“ Augen schmeichelte. Nachdem wir zwei Mofas überholt haben, die auf dem Gepäckträger je vier(!) Schweinehälften transportierten, verließen wir die Autobahn und waren auch schon an unserem Zielort angelangt. Zhong Xian.

Das Mittagessen nahmen wir in einem chinesischem Restaurant ein. Wir warteten in einem der Séparées auf das zweite Auto, das, wie wir durch die moderne, mobile Welt der Kommunikation erfuhren, eine Reifenpanne hatte. Diese kleinen Extraräume oder auch “Geschäftsräume” genannt, sind absolut typisch in der chinesischen Gastronomie. Durch einen Aufpreis, je nach Qualität des Lokals, kann man sich in so einen Raum zurückziehen, um dort mit seinen Leuten in Ruhe zu speisen. Was in diesem Fall wirklich sehr angenehm war, denn an den Tischen im Restaurant aßen Einheimische und schrien sich an, was hier aber einer normalen, gepflegten Tischkonversation gleich kommt.

Andere Länder, andere Sitten.

Als dann endlich wieder alle beisammen waren, verteilten wir uns um den runden “Karussell”-Tisch und fielen mit unseren Stäbchen wie die Heuschrecken über die köstlichen Speisen her. Mittlerweile haben wir uns mit der chinesischen Esskultur schon so angefreundet, dass wir die glitschigsten und filigransten Zutaten ganz elegant mit den Ess-Stäbchen separieren können. So assimilierten wir uns also durch das Mittagessen, und es gab auch keinen Aufschrei des Entsetzens mehr, als plötzlich ein ganzer Entenfuß samt Schwimmhäuten aus der Suppenschüssel guckte. Wir schmissen unsere gebrauchten Servietten auf den Boden, und wenn jemand am Tisch rauchen möchte, dann tut er das auch ganz einfach zwischendurch.

Wir planten die Liederliste für den Auftritt, besprachen die Möglichkeiten der Show für den Abend und ahnten bei all dem nicht, was uns dann später tatsächlich erwarten würde…

Die Mittelschule ist ein riesiger, zartrosa Gebäudekomplex und blickt von einem Hügel hinunter auf den Fluss. Als wir den großzügigen Campus erreichten, blickten wir in unsere eigenen, überdimensionalen Gesichter. Hinter der Bühne hing ein 6×8 Meter großes Plakat mit unseren Konterfeis. Vor der Bühne formierten sich bereits unendlich viele Stühle, vor den ersten zwei Reihen standen sogar noch kleine Schreibtische. Der Platz war mit bunten Fahnen geschmückt und rote Riesenlampions mit einem vier Meter langen Wimpel wogen sich im Wind.

Die Schule war fast menschenleer, da, wie bei uns, an einem Sonntag kein Unterricht stattfindet, dennoch hörte man überall eine Stimme, die voller Inbrunst etwas vorzulesen schien, zeitweise unterbrochen durch extrem höhenlastige, orchestrale Musik mit und ohne Gesang. Das alles wirkte schon eher etwas unheimlich, sollte aber für Unterhaltung sorgen, denn, wie man uns mitteilte, wurden da Gedichte vorgelesen.

In einigen Klassenzimmern büffelte noch ein einsamer Schüler, und nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten, erhielten wir ein eigenes Klassenzimmer als Backstageraum für die Dauer unseres Aufenthaltes. Die Tische in diesem Raum waren kleine Pulte, die bei jeder kleinsten Bewegung mit ihren Metallbeinen über den Steinfußboden schepperten. Vorne und hinten im Raum gab es Tafeln, auf denen noch jeder Schüler mit Namen und Notendurchschnitt aufgeführt war. Eine Kamera neben dem unermüdlich lärmenden Lautsprecher wirkte auf uns etwas befremdlich, aber als beim Soundcheck immer mehr Schüler und Schülerinnen neugierig aus den Fenstern guckten und für eine gewisse Zeit auf dem Campus verweilten, erwachte die Schule doch noch zum Leben.

Und WIE diese Schule lebte!!

Um Punkt 18:00 Uhr erhielten die Schüler den Startschuss, sich auf dem Schulhof einzufinden, und was dann geschah, kann man sich vielleicht annähernd mit einem Einlass bei einem Tokio Hotel Konzert vorstellen. Der Campus wurde gestürmt als ob es kein Morgen gäbe. Tausende kamen von allen Seiten auf den Platz gerannt. Die meisten hatten sich einen kleinen Plastikhocker mitgebracht, da eh nicht alle auf den bereitgestellten Stühlen Platz gefunden hätten, und nach wenigen Minuten gab es dort keine freie Stelle mehr.

Diszipliniert warteten alle, auf ihren Höckerchen sitzend, auf den Konzertbeginn, und dann passierte das Unvermeidliche, das absolut Schlimmste, nach Stromausfall, was bei einem Open Air Konzert passieren kann.

Es fing an zu regnen.

Ach, Regen ist gar kein Ausdruck.

Es schüttete aus allen Kübeln. “Monsun” eben (um Tokio Hotel noch ein zweites Mal zu bemühen).

Chaos brach aus, alle versuchten irgendwo einen Unterschlupf zu finden. Viele rannten mit und ohne Platikhöckerchen einfach davon.

Hätten wir doch nur so eine Wetter- und Wolkenrakete von den Olympischen Spielen in Peking dabei gehabt…

Wir sollten uns aber keine Sorgen machen, sagte man uns. Die Leute sind jetzt nur schnell mal nach Hause gegangen, um sich einen Regenschirm zu holen und kämen dann wieder.

Kaum zu glauben, aber wahr!

Nach zehn Minuten war der Platz wieder voll und durch die vielen, vielen Regenschirme noch bunter als vorher. Unglaublich!

Die Instrumente und die Technik wurden geschützt durch Zelte, die man von Gartenpartys mit Sektempfang kennt.

Damit niemand unnötig lange im Regen stehen muss, haben wir uns kurzerhand entschlossen, mit dem Konzert anzufangen.

Sten, Tom, Daniel und Pele mussten aus Sicherheitsgründen unter den Cocktailzelten spielen und ich solidarisierte mich mit dem nassen Publikum und harrte so lange ohne Regenschutz aus, bis mein Mikrophon anfing zu knacken. Von da an hielt ich in der einen Hand das Mikrophon und in der anderen balancierte ich annähernd elegant wie seinerzeit Gene Kelly in „I’m singing in the rain“ einen Regenschirm.

In China gibt es ein Sprichwort, das besagt, wenn jemand mit dem Regen kommt, dann sei er ein ganz besonders wichtiger und Glück bringender Mensch.

Wir wurden gefeiert wie die Beatles!

Dann passierte ein Wunder, denn nach 20 Minuten hörte es doch tatsächlich auf zu regnen. Nach und nach klappten im Publikum die Schirme zusammen, und auch wir ließen die Zelte abbauen. Diese kleine Unterbrechung nutzten wir, um mit dem Publikum noch einmal das chinesische Volkslied „Mo li hua“ a Capella zu singen. Da hätte selbst der Kaiser von China eine persönliche Gänsehaut bekommen, als der Wind das Lied über die Schönheit der Jasminblume, durch das nächtliche China von Zhion Xian bis nach Peking trug.

Wir spürten nur noch das pure Glück.

Immer wieder kamen Schüler auf die Bühne und überreichten einen großen, lillienduftenen Blumenstrauß. Ich vergaß den blutenden Schmerz völlig, der mich durch ein Intermezzo mit meinem kleinen Finger und einem Bühnenventilator niederträchtig versuchte abzulenken. Regelmäßig kam unser Tourmanager Pese auf die Bühne und wickelte mir einen provisorischen live-Verband um die Hand.

Nachdem zum zweiten Mal ein Feuerwerk vom Bühnenrand goldene Funken in die Luft schoss und es uns tatsächlich wiedermal gelang durch die Worte: „Shôw“ (Hände), „Sing sing“ (das wunderschöne Wort für Sterne) und “ Tdjü zi shôw lei“ (was ungefähr soviel heißt wie: Hände hoch!) das Publikum in einen Ozean von sich wiegenden „Sternhänden“ zu verwandeln, verließen wir, geblendet vom Scheinwerferlicht, taumelnd vor Glück, klatschnass von Schweiß und Regen, beseelt und gleichzeitig aufgekratzt durch die Liebe und Energie des Publikums, nach ca. zwei Stunden und mehreren Zugaben die Bühne.

Der Herr im schwarzen Anzug, der uns schon mit einer langen Rede angekündigt hatte, verabschiedete die Zuschauer noch mal auf chinesische Art, derweil schüttelten wir schon unzählige Schülerhände, gaben Autogramme aus dem Fenster unseres Backstageraumes heraus und lachten um die Wette in jede Handykamera.

Was für ein unfassbarer, emotionsgeladener, unvergesslicher letzter Auftritt im Land des Lächelns!!

Vielen Dank an alle, die durch ihr unermüdliches Engagement und ihre Liebe diese Erinnerung möglich gemacht haben!

xièxie! Oli, unserem Tontechniker, der geduldig alles aus der Soundanlage rausgeholt hat und unsere Sicherheit auf der nassen Bühne garantierte.

xièxie! Chris, unserem Lichttechniker, der im Anorak mitten auf dem Platz das Lichtpult gegen das Unwetter verteidigte, sich einen Schnupfen dabei einfing und schlimmere Schäden verhinderte, weil er dafür sorgte, dass die Scheinwerfer nicht ausgeschaltet wurden.

xièxie! Pese, unserem Tourmanager, der gleichzeitig Videokamera, Fotoapparat und Feuerwerkanlage bediente, für einen reibungslosen Konzertablauf sorgte und mich mit seiner medizinischen Fachkenntnis während des Auftritts, vor dem Verbluten rettete.

xièxie! den Zuschauern, die dem Regen trotzten, höflich meine chinesischen Ansagen erduldeten und doch bei „Über mir die Sterne“ ihre Hände alle gen Himmel richteten.

Ein anderes chinesisches Sprichwort sagt: „Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Vielen Dank dafür!

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Montag: Der Abreisetag

Um 5:30 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht. Wir hatten uns schon am Abend vorher von unserem Betreuer und Dolmetscher Sam dankend verabschiedet. Frau Wang begleitete uns noch bis zum Gate und sorgte dafür, dass wir mit einer anderen Maschine rechtzeitig in Peking sein würden, da unser Flug aus nicht bekannten Gründen gecancelt war.

Zum Abschied drückten wir Frau Wang noch kräftig an unsere Brust und checkten mit erheblichem Übergewicht, was selbstverständlich nur unser Gepäck betraf, ein.

Den dreistündigen Flug nutzten alle, um noch eine Mütze Schlaf abzubekommen. Beim Landeanflug in Peking erwartete uns eine Überraschung: Wir konnten ungehindert auf die Stadt blicken. Peking hatte sich doch tatsächlich von seinem nebeligen Michelin-Männchen-Kostüm befreit und gab sich majestätisch und prächtig unseren Blicken hin. Damit hätte keiner gerechnet.

Um so bedauerlicher war die Tatsache, jetzt in den Airbus nach Deutschland steigen zu müssen. Aber es half nix, selbst der jämmerliche Versuch, die Flughafendurchsage unseres Tourmanager zu ignorieren, scheiterte. Ich wurde gefunden und ehe ich mich versah, saßen wir auch schon angeschnallt in dem von Menschenhand erschaffenen, technischen Meisterwerk, und wir waren zehn lange Stunden zwischen Himmel und Erde. Immerhin hatten alle von uns einen Fensterplatz, und so konnte sich jeder auf seine Weise vom Reich der Mitte verabschieden. Einige tauschten schon die ersten Bilder aus, andere verabschiedeten sich schlafend oder verkürzten sich die Zeit durch die Filmauswahl im Boardkino. Beim Gläschen Champagner, hoch über den Weiten der Wüste Gobi, rückten wir dann nochmal alle zusammen und ließen uns das vornehme, kalte, prickelnde Getränk mit einem kräftigen „Gang Bei !“( chinesisch für Prost!) schmecken.

Die Sonne begleitete uns während des ganzen Fluges und wie Pele so schön tröstend sagte: „Reisen wir zurück in die Vergangenheit“.

Der Flug über die Mongolei gab mir ein klein wenig Raum und Zeit, die letzten 13 Tage mit all ihrem Zauber, ihren Besonderheiten, ihrer Spannung, ihrer Geschichte, ihrer Köstlichkeit und Kostbarkeit Revue passieren zu lassen. Nach wie vor kann ich all das erlebte kaum in Worte fassen. Es fühlt sich momentan noch so an, als hätte man ein anderes eigenes Leben in seinem eigentlichen eigenen Leben gelebt. Denn es war weit mehr als eine Reise in ein fernes, fremdes Land. Wir haben so viel gesehen, gelernt und erlebt, jenseits einer Touristenreise. Wir haben Freundschaften geschlossen. Wir sind tief in unseren Herzen berührt und bewegt worden, und es fühlt sich so an, als hätten wir als „musikalischer Botschafter“ die Menschen dort auch berühren und bewegen können. Wir sind dankbar für diese Erinnerung!

Es gäbe noch so viel zu berichten und zu erzählen: Unser erstes Mal in einem original chinesischen Restaurant, wo uns u. a. Bluttofu serviert wurde, der gekochte Frosch, den mir der Generalminister in Chongqing auf den Teller legte und der wie eine Kröte schmeckte, der Nudelakrobat im Hot Pot Restaurant in Peking, der den Nudelteig wie ein Lasso um sich schwang und dadurch den Teig zu Schnüren teilte und in den Hot Pot gleiten ließ, so dass sich jeder Italiener persönlich bei Marco Polo bedanken müsste, dafür, dass Herr Polo 1295 die Pasta von China nach Europa „mitgebringselt“ hat und überhaupt der “Hot Pot”, der in Peking schon scharf wie eine Rasierklinge war, aber in Chongqing tanzten die Chillischoten mit den Knoblauchzehen einen noch heißeren Tango, während unsere chinesischen Begleiter freundlicherweise ihren Pansen und Kalbsdünndarm mit ihren Stäbchen in der vulkangleichen, brodelnden Brühe fixierten, damit wir unseren empfindlichen europäischen Magen nicht überstrapazieren mussten.

Reis und Nudeln gibt es, wider unsere Klischees, eigentlich erst am Schluss eines Essens. Falls man doch noch hungrig sein sollte.

In Peking begrüßt man sich übrigens, wie sonst nirgends in China, mit den Worten: „Hast du heute schon gegessen?“

Unser Ausflug zur chinesischen Mauer, vor den Toren der verbotenen Stadt und auf dem geschichtsträchtigen Platz des himmlischen Friedens zu stehen, allein das ist ein unfassbares Erlebnis gewesen.

Peking in diesem Waschküchen ähnlichen Nebelschleier zu durchqueren und in den Warenhäusern die exklusivste Designermode bewundern zu können, während man sich eine Ecke weiter an Garküchen für umgerechnet sieben Cent ein üppiges Mittagessen bestellen kann und dann die Straße überquert, sich an Bussen und Autos, Motorrollern und Lastenfahrrädern, die 2 Meter hoch beladen sind, vorbei balanciert, um in einem anderen Shoppingcenter mit den Verkäufern, auf großen Taschenrechnern, wie beim Ping Pong Spiel, den Preis versucht runterzuhandeln. Immer bemüht, sein eigenes Gesicht nicht zu verlieren und das des Händlers zu wahren.

Die abenteuerlichen Taxifahrten, die nicht mal einen Bruchteil von dem kosten, was man hier bezahlen muss. Und nicht vergessen: kein(!) Trinkgeld zu geben! Niemals, denn sonst ist das Gesicht wieder weg.

Das gleiche gilt im Restaurant, jedoch sollte man unbedingt nach einer Quittung verlangen, denn sonst kommt der chinesische Staat schwerlich an seine Steuern. Um das Interesse an Quittungen zu steigern, hat man sich in China etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Quittungen sind mit einem Rubbel-Gewinnspiel versehen und es ist ein großer Spaß, die Felder aufzurubbeln und bestenfalls einen Gewinn von 10 – 20 Yuan einzuheimsen.

Die tanzenden Pärchen, die sich abends in Chongqing am Flussufer treffen und einfach zur Lautsprechermusik um des Tanzens Willen tanzen, die rückwärts laufenden Menschen, die musikalischen Aktivitäten von Jung und Alt am Wochenende in den Parks von Shenyang, Tai Chi, Wasser-Kalligraphie, das beliebte Mahjongspiel, die Menschen, die sich einfach in die Hocke setzen, um sich auszuruhen, egal wie alt und morsch die Knochen schon sein mögen, die öffentlichen Toiletten, die nur durch eine halbhohe Trennwand ein Minimum an Privatsphäre garantieren, der ungern gesehene Gebrauch von Taschentüchern und das uns mittlerweile schon gewohnte, geräuschvolle Hochziehen der Nase.

Die wundervollen Konzerte, die wir spielen durften in Shenyang, Peking und Chongqing.

Die liebevollen Menschen, die wir kennen lernten.

Die Freundlichkeit und Neugierde, die uns entgegen gebracht wurde.

Alles, alles, alles, all das hat einen festen Platz in unseren Herzen und die Erinnerungen nehmen wir dankbar und glücklich mit nach Hause. Wir haben diese Reise mit all unseren Sinnen genossen und so, wie dieses Erlebnis bei uns für immer Spuren hinterlassen hat, hoffen wir, vielleicht durch unsere Musik den Menschen in diesem riesengroßen Land auch etwas davon zurückgeben zu können.

Vielen Dank für das Interesse an unseren Tagebucheinträgen. Vielleicht konnten wir dadurch ja die Lust auf China bei dem ein oder anderen wecken, jedenfalls war es ein schönes Gefühl, sich vorzustellen, dass die Leser dieses Blogs irgendwie ein bisschen mitgefahren sind und unsere Abenteuer mit uns geteilt haben.

Danke an alle, die uns dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht haben und uns auf dieser Reise begleitet haben:

-allen beim Goethe-Institut

-dem Direktor des Goethe-Instituts in Peking Herrn Michael Kahn-Ackermann

-Herrn Joachim Helbig Goethe Institut e. V. Zentrale München

-allen bei “Deutschland und China – gemeinsam in Bewegung”

-dem deutschen Botschafter Dr. Michael Schaefer

-dem Director General Zhou Bo in Chongqing

-dem Deputy Director General of Information Office of Chongqing Wen Tianping

-dem Generalkonsul Herr Mondorf beim deutschen Generalkonsulat in Chengdu und seiner Familie

-allen beim auswärtigem Amt

-Mirko Kruppa, Konsul auswärtiges Amt

-und dem Portal der WAZ Mediengruppe „der Westen“

in Shenyang:

-Udo Hoffmann, Kurator

-Sven Hasenjäger, Konzertfabrik

-Connie Knorr und ihrem Ehemann, Assistentin der Programmleitung

-Chang Hsienjen, Leitung Backstage u. Künstlerbetreuung

-Wang Lei, Transport Coordinator

-Chen Dakun

-Judith Schmidt, Stagemanagerin

-Mathias, dem Monitormischer

-Fan Zhang, Beijing Midi Festival u. Midi School of Music

-Bing Nee, G.M.Lychee Productions

-Elisa Chai Yuan, die Allerbeste Betreuerin

-Katharina und Sunny, Betreuerin

-„Klinsi“, Betreuer

-Teddy Xu, Bureau of Shanghai World Expo Coordination

-Zhang Jing, Media Coordinator DuC

-Haindling, Musikgruppe Haindling

-Helen Feng, Pet Conspiracy

-Beat Klarer, Hotel Manager Holiday Inn

-High Energie, Hotelband im Holiday Inn

in Peking:

-Wang Yuan, Goethe-Institut Peking

-Cheizak, vom chinesischen Rolling Stone

-Dodo, Betreuerin

-Franziska, Betreuerin

-Pan, für die Begleitung zur verbotenen Stadt und zum Platz des himmlischen Friedens

-Club Yugongyishan, Doro

-Kira, Musikgruppe Kira

-Enric Nitzsche, Berlin Music Commission

-Philip Grefer, FAKE

in Chongqing:

-Frau Wang, Betreuung

-Ding Xue, Auswärtiges Amt Congqing

-Sam, Dolmetscher und Betreuer

-unseren Fahrern

-der Mittelschule in Zhong Xian

Als wir in München landeten, erwartete uns mal wieder ein Wolkenbruch. Wie war noch gleich das chinesische Sprichwort?

„Wenn jemand mit dem Regen kommt, dann ist es sicherlich ein wichtiger und Glück bringender Mensch“

Danke!!

Sten, Tom, Daniel, Pele, Oli, Chris, Pese und Suzie

Klee – Mo Li Hua (live in Zhongxian)

Mo Li Hua (Jasminblume), Wikipedia sagt,

Mo Li Hua (茉莉花; pinyin: Mòlìhuā), which means ‚Jasmine Flowers‘, is a popular Chinese folk song.

Klee – Mo Li Hua (live in Zhongxian)

Entzückend, find ich.

Für den einen weit her geholt, für mich doch plausibel.

Nach einem Kleesong höre ich gern was von The Flaming Lips, z.B. von dem Album At War with the Mystics, The Stars Are So Big, I Am So Small… Do I Stand A Chance?, oder so.
Eine Band, der es auch viel um Gefühl geht und die das auch musikalisch umsetzen kann.
Klee haben sich auf der Chinatour bestimmt was davon abgeguckt, gefühlsmäßig, glaub ich.(Motivation)
Auf jeden Fall wäre das doch das beste um solche Gefühle umzusetzen als Musiker, oder? Sich weiter zu entwickeln, mit neuer Erfahrung, Tönen, Eindrücken. Das einzubringen in seinen musikalischen Background, das zu verarbeiten.
Ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste und auch schon das übernächste Kleealbum.
Denn ich trau ihnen das zu weiter auch experimentell beim Songwriting zu sein, wie auf dem letzten Album. Ich würde mir ja wünschen, das mal ein Solostück gesungen von Suzie dabei wäre, aber das wünsche ich mir nur mal so.
Es hat sehr viel Spaß gemacht von weitem KLEE in China mit zu erleben, mit dem Herzen ein wenig dabei zu sein zu können. Danke dafür.
Ahoi

Klee in China Tag 2 in Chonqing

Ein weiterer Tagebucheintrag ist zu finden auf
http://www.derwesten.de/blogs/Klee/
oder natürlich auch auf
www.kleemusik.de

Zweiter Tag und Konzert in Chongqing

Zweiter Tag und Konzert in Chongqing


Pünktlich, wir haben uns endlich an die Zeitumstellung (Jetlag, Kopfschmerzen…) gewöhnt, treffen wir Wang Yan und Sam in der Hotellobby.

Unsere Fahrer bringen uns zum „Stadtentwicklungsmuseum“. Ein überwältigendes, aufwändig beleuchtetes Modell der Stadt empfängt uns zu Beginn der Museumstour. „Museum“ ist eigentlich kein Ausdruck, da der plötzliche Aufschwung und das rasante Bevölkerungswachstum erst 1981 begannen. Nach einer langen Staun- und Fotopause ob des gigantischen Modells setzen wir unsere Tour fort.

360°Kino-Tour durch die Stadt (Suzie wurde seekrank), Computerspiele und 3D-Projektionen machen das ganze auch noch unterhaltsam.

Unweit des Museums befindet sich „Chaotianmen“, das ist der Punkt, an dem der gelbe „Yangtse“ und der grüne „Jialing“ ineinanderfließen und sich vereinen. Das dürfen wir natürlich auch nicht verpassen, somit geht es praktisch auf das Dach des Gebäudes. Man kann ganz klar sehen, an welcher Stelle sich beide Flüsse „küssen“, ein wunderbares Naturphänomen.

Yangtze und Jialing

Aufbruch in unser inoffizielles Hauptquartier (schon wieder, und wir wollen eigentlich keine Werbung machen: Starbucks!) für den heutigen Tag.

Ein riesiges Plakat mit der Konzertankündigung hängt vor dem Jang Fenbei (Befreiungsdenkmal) auf dem wichtigsten Platz der Stadt. Nicht nur das! Das Denkmal wird uns heute Nachmittag auch als Bühne dienen.

Während wir aufgeregt unsere Instrumente, Verstärker und Mikros inspizieren, beginnen die Menschen auch schon zu fotografieren. Unglaublich viele Zuschauer bleiben nach und nach vor der Bühne stehen und sehen unserem Treiben auf der Bühne zu. Alles ist vorbereitet und es kann losgehen.

Wie bisher überall in China empfängt uns das Publikum mit offenen Armen, und trotz des Tageslichts – bedeutet: keine Lichtshow – ist es begeistert. Danke Chongqing! Nach einer Zugabe verlassen wir die Bühne, um uns den Menschen persönlich zu widmen.

Es wird uns davon abgeraten, die Autogrammkarten dem Publikum direkt zu überreichen. Wir verstehen nicht, warum es problematisch sein sollte. Zwei Personen des Sicherheitspersonals übernehmen die Aufgabe für uns und werden überrannt. Jetzt verstehen wir den Hinweis. Ein Wahnsinnsszenario!

Anschließend werden wir von zehn Polizisten zu unserem Shuttlebus begleitet, um noch mit Wang Yan und Sam dinieren zu gehen. Die Spezialität Chongqings, „der Feuertopf“, ist köstlich und vor allen Dingen scharf!!!

Morgen wird das letzte Konzert unseres Chinaaufenthalts stattfinden und erst dann können wir das alles, wahrscheinlich erst nach einigen Tagen, für uns greifbar und real empfinden. Es ist schon eine Ehre, so etwas erleben zu dürfen…

Jetzt aber gute Nacht!

Pele

Luftfeuchtigkeit 100 Prozent plus/minus unendlich

KLEE halten sich gerade ja noch in Chongqing China auf.
Der nächste der auf http://www.derwesten.de/blogs/Klee/ einen neuen Eintrag verfasst hat, ist wieder einmal Daniel Klingen.

Nicht das es hier in good old Germany unbedingt schwül sein sollte, aber ein bisschen wärmer und, wenn ich grad aus dem Fenster schaue, es regnet, sonniger könnte es schon ruhig mal wieder sein.

Daniel über „Chongqing, Tag 1“

9:00 Uhr, die Klimaanlage bläst mich an. Ah, mein nächtlicher Versuch sie deutlich kühler zu stellen, scheint am Ende der Nacht doch noch Früchte getragen zu haben. Sie zeigt angenehme 24 Grad an. Also, raus aus dem riesen Bett, rein in die riesen Dusche. An Komfort mangelt es uns nicht in Chongquing. Aus der Dusche raus – schnell überlegen was man an unserem Off-Day und der anstehenden Stadtbesichtigung alles braucht. Ein Blick aus dem Fenster verrät: kein Regen. Aber von Sonnenschein kann man auch nicht gerade sprechen. Da es gestern Nacht noch gefühlte 36 Grad war als wir ins Hotel zurückkamen, entscheide ich mich für leichtes Gepäck. In der Tasche: Fotoapparat, Wasserflasche, ein T-Shirt zum Wechseln, Reisepass, Geld, und ein Handtuch aus dem Hotel für den mit Sicherheit einsetzenden Schweiß auf meiner Glatze. Ich mache die Zimmertür auf und könnte nach 10 Metern auf dem Flur gleich das Ersatz T-Shirt überziehen. Was für eine Luftfeuchtigkeit. Geht auch mehr als 100 %? Wenn ja, dann hier.

In der Lobby werden wir von unseren Begleitern empfangen und in die (zum Glück nach wie vor klimatisierten Vans) gebeten. Wir haben uns schon überlegt, was wir in der größten Stadt der Welt wohl zu sehen bekommen. Wahrscheinlich ist die Anzahl der Sehenswürdigkeiten proportional zur Luftfeuchtigkeit.

Sam und Frau Wang haben sich für einen alten Teil der Stadt entschieden, der vormals ein Fischerdorf war. Eine tolle Wahl! Man hat das erste mal in China das Gefühl, in China zu sein. Wie man es aus Filmen und dem Fernsehen kennt.

Um Punkt 12 kommt die Sonne raus und ich stelle fest, dass ich schmähchlicher Weise meine Sonnencreme auf dem Hotelzimmer vergessen habe. Hilft nix, muss ich durch. Also aufgesetzt die Mütze aus Baumwolle. Nachdem Suzie so ziemlich jeden Stand inspiziert, mit jedem Verkäufer geredet, um jeden Preis gefeilscht hat und wahrscheinlich die Lebensgeschichte eines jeden Chinesen in dieser Fischerstadt kennt, können wir uns zu einer Erfrischung auf einem Restaurantboot im Fluss niederlassen. Das aus dem Hotel mitgebrachte Handtuch ist nur noch ein nasser Lappen und mit den 2 T-Shirts sieht es nicht anders aus.

Ein Trugschluss auch, dass auf dem Wasser vielleicht ein wenig Abkühlung zu erhaschen wäre. Aber das Panorama über den riesigen Fluss entschädigt vollkommen.

Weiter geht es zum Mittagessen. In einem weitaus moderneren Teil der Stadt nehmen wir, unsere 2 Begleiter und unsere Fahrer, an einem Runden Tisch platz. Eine runde Glasplatte zum Drehen in der Mitte.

Das kenn´ich doch aus dem TV.

Und ja, promt werden auf der Glasplatte Speisen verteilt, die zuvor unter Berücksichtigung unseres Vegetariers, von unseren liebenswürdigen Betreuern ausgesucht wurden.

Da ich, wie meine Band zwar weiß, aber sonst natürlich keiner in China, nicht gerade ein Faible für scharfe Gerichte habe, bekomme ich kurz eine Einführung, was ich besser meiden sollte. Zum Glück! Scharf essen wird später in unserm Tagesablauf noch eine wichtige Rolle spielen. Aber zuerst wird geschlürft, gestaunt, gemieden und geweint. Mit scharfen Essen scheinen sie sich auch auszukennen hier in Chongqing, wie ich den Tränen und dem Gehuste meiner Bandkollegen entnehmen darf.

Weiter geht es in eines der vier Zentren der Stadt. Man stelle sich Frankfurt am Mein/Downtown vor, multipliziere die Eindrücke mal zehn und rufe sich nochmals in Erinnerung, dass das nur eines von vier(!) Zentren dieser Stadt ist!

Da ich nicht nur der einzige bin, der mit scharfen Essen in diesem Leben kein Freund mehr wird, sondern auch mit Shoppen nicht, habe ich dass Vergnügen, mit unseren Begleitern und unserem Mischer samt Pele, eher einen Bummel durch die Einkaufshäuser zu machen, als eine Shoppingtour. Sehr angenehm, denn beim Schlendern und Plaudern erfährt man viel über ein Land und seine Einwohner.

Einen Einkaufswunsch jedoch habe ich seit 2 Tagen. Ich brauche ein Deo! Im Supermarkt, in den ich umgehend geleitet werde, springt mir auf Anhieb das Deo einer deutschen Firma in die Augen, dass mir vor zwei Tagen in Peking ausgegangen ist. Oder kommt die Firma aus Frankreich? Ich weiß es nicht, aber die Tatsache, dass ich es 8000 Kilometer von zuhause für weniger Geld kaufen kann, beeindruckt mich irgendwie.

Nach dem Einkaufsbummel wird sich, wie mit unseren Fremdenführern verabredet, im nahe gelegenen Starbuckscafe getroffen (wahrscheinlich fiel diese Wahl auf das Cafe weil sie sicher gehen wollten, dass wir den Ort des Treffens auch lesen können). Man mag es glauben oder nicht. Auch dieser Außenposten westlichen Lifestyles ähnelt verblüffend in Einrichtung und Angebot, dem was ich aus meiner Heimat kenne. Ich bin mir inzwischen sicher, dass diese Firma damit einen Plan verfolgt… Fast so sicher wie die Luftfeuchtigkeit hier hoch ist!

Es geht zurück ins Hotel und der nächste Programmpunkt des heutigen Abends steht schon vor der Tür. Nach einer kurzen und erfrischenden Dusche, schmeiße ich mich in Schale für einen höchst offiziellen Termin.

Wir sind im hoteleigenen Restaurant mit dem Minister für Kommunikation, einer Auswahl an chinesischen Musikern und dem deutschen GeneralKonsul inklusive seiner Familie verabredet.

Mir war zwar bewusst, dass meine Heimatstadt Düsseldorf die Partnerstadt Chongqings ist, jedoch hätte ich mir nie erträumen lassen, dass der Minister für Kommunikation einer 33 Millionenstadt, im Bilde darüber ist, dass sich ein Musiker aus einer Halbmillionenstadt bei ihm zu Gast befindet.

Aber denkste. Ich bin heilfroh zum offiziellen Termin auch offiziell gekleidet zu sein. (Zugegebenermaßen sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es tatsächlich viele Verwandtschaften zwischen Chongqing und Düsseldorf gibt. Beides sind die Landeshauptstädte der jeweils größten Bundesländer (Provinzen) ihres Landes. Beide liegen an einem bedeutendem Fluss und die Freundlichkeit und Herzlichkeit mit der ihre Einwohner auf Fremde eingehen ist auch von verblüffender Ähnlichkeit!; )

Ein ähnlicher Tisch wie bereits zum Mittagessen, nur schätzungsweise dreimal so groß, ist fürstlich dekoriert und der Durchmesser der Glasplatte erinnert mich jetzt an ein Riesenrad. Erneut werden einheimische Kulinaritäten auf die Platte gestellt und in der Rede des Ministers auch nochmals darauf hingewiesen, dass die einheimische Küche gerne scharf ist. Ob der großen Anzahl an Gästen und Speisen denke ich, ich könnte mich vielleicht mit den wenigen milden Speisen „durchmogeln“, aber nein, wie kann es anders sein.

Meine Band, alle liebende „Scharfesser“, können es sich nicht verkneifen darauf hinzuweisen wie gerne sie feurige Gerichte essen. Ich sehe die Speise, über die Suzie gerade, zur Belustigung aller Anwesen referierte, dass ihr Schärfe einem Tanz auf der Zunge gleicht, auf mich zugedreht wird. Und wie könnte es anders sein. Aufgrund der Verbundenheit unserer Städte werde explizit ICH darum gebeten, ein wenig von dieser Spezialität zu probieren.

Wohl wissend, dass das Schärfste an eben dieser Speise die Pfefferkörner sind, ersinne ich mich kurzerhand eines Plans, der mich vor der peinlichen Bloßstellung meines westlichen Gaumens retten soll. Ich nehme 3 Pefferkörner auf meine Stäbchen um meinen Großmut zu beweisen und schluckte sie einfach ohne sie zu zerkauen runter. Und es gelingt! Zumindest bis mein Sodbrennen mich ab 2:00 Uhr Nachts wach hielt. Beschreibungen über den Stuhlgang des nächsten Tages werde ich aus Pietätsgründen vermeiden.

Nach einer freundlich bis herzlichen Verabschiedung der Abendgesellschaft werden wir zum Hoteleingang zu unseren Shuttles begleitet und zur nächstliegenden Uferpromenade gefahren. Dort wird unter freiem Himmel und unter dem Eindruck des unglaublich leuchtenden Panoramas, noch die organisatorischen Einzelheiten des folgenden Tages besprochen. Der Tag endete mit einer Fehlbestellung unseres Tourmanagers und somit mit einer Vielzahl an Whisky/Cola aus Schnapsgläsern. Chongqing, ein wunderbarer Tag geht zu Ende, den wir auf ewig in unserer Erinnerung tragen werden. Danke dafür,

der Daniel

KLEE in Peking und Chongqing

Ein neuer Blogeintrag ist zu finden auf http://www.derwesten.de/blogs/Klee/

Tag 2 in Peking und Ankunft in Chongqing

Leider hatten wir nur zwei Tage in Peking, viel zu wenig natürlich, um auch nur annähernd einen wirklichen Eindruck von dieser tollen Stadt zu bekommen, aber wir beschlossen, jede Minute zu nutzen, und so fiel auch die letzte Nacht wieder sehr kurz aus. Zumindest den „Platz des himmlischen Friedens“ und die „Verbotene Stadt“ wollten wir natürlich sehen, bevor wir wieder zum Flughafen geshuttelt werden.
Der Nebel vom Vortag hatte sich leider immer noch nicht gelichtet, ganz im Gegenteil. Heute sah man die Hand vor Augen kaum noch. So waren die Dimensionen des Platzes und der Anlage des ehemaligen Kaiserpalastes nur schemenhaft zu erkennen..
Zu all unserem Pech gesellte sich auch der immer näher rückende Abfahrtszeitpunkt, so daß wir die Besichtigung der „Verbotenen Stadt“ leider streichen mussten.
Schade Peking, aber wir kommen gerne wieder, denn viel zu kurz war der Besuch und viel zu viel gibt es hier noch zu sehen.
Der Flug nach Chongqing, unserer nächsten Station, war unerwartet ungemütlich: der Nebel der Peking im Würgegriff hatte, entpuppte sich in der Luft als ausgewachsenes Schlechtwettergebiet, und wir haben -um ehrlich zu sein- selten so ein mulmiges Gefühl während eines Fluges gehabt, denn es ruckelte schon ganz schön heftig, und die Durchsagen der freundlichen Chef-Stewardess waren für uns leider absolut unverständlich, was nicht wirklich zur Beruhingung der angespannten Nerven beitrug. Die Chinesen um uns herum im Flugzeug schien das aber alles ganz und gar nicht zu interessieren: sie aßen ihre Bordverpflegung (Fisch und Reis) und/oder schliefen seelenruhig während wir von einem Luftloch ins nächste taumelten..dann kann es schon nicht so schlimm sein, logen wir uns vor und schoben die verdunklung der Fenster hinunter, um wenigsten nicht weiter in die dunklen Gewitterwolken gucken zu müssen..
Heilfroh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, stand die nächste Prüfung schon bevor:
als wir aus der Flughalle nach draussen traten, blieb uns im wahrsten Sinne die Luft weg. Freies Atmen war unmöglich. Die Luft muss annähernd 100% Luftfeuchtigkeit besessen haben und dazu eine Temperatur, die der einer Sauna jederzeit Konkurrenz machen könnte..
Nicht umsonst wird Chongqing im Chinesischen auch „die Ofenstadt“ genannt.
Wir dachten bis gerade, das bezöge sich auf die Tradition des „Hot Pot“, der ursprünglich aus dieser für ihre scharfen Gerichte berühmtem Region stammt, nun aber wussten wir um die bewusst gewählte Doppeldeutigkeit des Begriffes!
Am Flughafen erwarteten uns schon unsere beiden freundliche Betreuer Frau Wang und Sam, und in gottseidank klimatisierten Vans fuhren wir hinein in die Nacht und hinein in eine unvorstellbare Welt:
Chongqing ist die grösste Stadt dieses Planeten. 33 Millionen Einwohner (oder sogar deutlich mehr, so genau weiss das nämlich keiner) leben in einem Stadtgebiet so gross wie Österreich.
Wahnsinn! Alle uns bekannten Grossstädte verblassen beim Anblick dieser Metropole.
Besonders imposant: die Stadt liegt in den Bergen, am Zusammenfluss zweier großer Flüße, dem Yangtze und dem Jialing, windet sich an grünen Hügel hinauf und wieder hinab, um dann im Zentrum unaufhaltsam gen Himmel zu wachsen.
Gekrönt wird dieses Schauspiel von einer Beleuchtung, die niemand von uns auch nur annähernd jemals so gesehen hat: In den buntesten Farben erstrahlen hier bei Nacht die Wolkenkratzer. Nicht von Neon-Reklamen bekannter Produkte, sondern allein als „Schmuck“ der Häuser und zur Freude der Betrachter.
Und so drückten wir abermals unsere Nasen platt an den Autoscheiben und staunten und staunten über dieses unglaublich beeindruckende Land.
Das Hotel empfing uns mit allem Komfort, den man sich nur vorstellen kann: unsere Zimmer kleine Suiten mit Panoramafenstern hinaus und herunter auf die bunte Stadt.
Dorthin zog es uns nun auch noch einmal für einen kleinen Spaziergang ins Viertel rund ums Hotel.
Was wir dort sahen, raubte uns den Rest-Atem, der uns trotz der Scwhüle und Hitze noch
blieb: wir fanden unmittelbar vor und neben ultramoderen Shoppingmalls (mit all den uns bekannten Kaffeeshops und Burgerherstellern) eine Welt wie aus dem China-Bilderbuch: Menschen mit Strohhüten und nackten Oberkörper, die schwere Lasten schultern oder Schubkarren schieben. Dazu ein Meer an Garküchen und Strassenhändlern…So stellt sich der Westeuropäer wahrscheinlich das „echte“ China vor.
Und auch wir waren absolut euphorisiert und konnten kaum widestehen, von all den Köstlichkeiten, die dort feilgeboten und frisch zurbereitet werden, zu probieren…
Um uns vor bösen Überrasschungen zu schützen, zügelten wir aber -für heute zumindest- unseren Appetit und fielen schliesslich nach und nach hundemüde in unsere Betten.
Das Rauschen der Klimaanlage entschwand allmählich in den Träumen, die uns in den nächsten Tag und zu neuen Erlebnissen begleiteten..

Zàijan Shenyang, ni hao Beijing!

Aber bevor es hieß „Hallo Peking“ beschreibt Suzie ihren Tag in Shenyang.

Shenyang, wir lieben Dich!

Von Suzie:

Heute ist schon unser letzter Tag in Shenyang. Die Zeit verging viel zu schnell, obwohl ich versucht habe sie anzuhalten. Ich schlafe einfach nicht mehr. Und da diese Stadt und alles, was wir sehen und erleben, so unbeschreiblich aufregend ist, bin ich komischerweise überhaupt nicht müde. Ich habe fast Angst etwas zu verpassen, wenn ich die Augen zu mache. So kostbar ist die Zeit.

Heute morgen habe ich Shenyang beim Aufwachen beobachtet. Um vier Uhr graute der Morgen und ich stand im Schlafanzug am Hotelfenster im 14. Stockwerk und blickte hinunter auf den großen Platz auf dem eine riesengroße Statue von Mao Tse Tung steht. Auf diesem Platz tanzen morgens und abends viele Menschen zur Lautsprechermusik , in großen Formationen aufgestellt, um sich fit zu halten.

Aber jetzt war es still.

Zum ersten Mal seit unserer Ankunft schien Shenyang tatsächlich zu schlafen. Langsam wechselte der Himmel seine Farben, und je heller es wurde, desto betriebsamer wurde es. Und es dauerte nicht mehr lange und aus allen Winkeln und Mauselöchern hupte, klingelte und flüsterte, schrie, lachte, dampfte, kochte, klingelte und spektakelte es wieder.

Nach dem Frühstück, das keine „euronesischen“ Wünsche übrig lässt (ich liebe diese kleinen, feinen, seidigen, weißen, gedämpften Reisteigknödel, die unseren Dampfnudeln geschmacklich nahe kommen) sind wir in den Zhongshanpark. Heute bin ich im Rahmen der Veranstaltungsreihe “ Deutschland und China – gemeinsam in Bewegung“ eingeladen worden, chinesischen Kindern ein Gedicht vorzulesen. Im Kulturpavillon warteten schon die Kinder. Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter Dr.Michael Schäfer und dem Vorsitzendem des Goethe Instituts Herrn Ackers sangen und tanzten wir mit den Kindern.

Kleine Kinder tragen in China im Übrigen eigentlich keine Windeln. Die Chinesen haben da eine andere Lösung: Die Hosen sind am Poppo einfach nicht zusammengenäht. Et voilá…

Der Zhongshanpark ist Treffpunkt für Jung und Alt. Läuft man abseits der Hauptwege, entdeckt man Dinge, die uns „Langnasen“ staunen lassen. Angelockt von fremden Klängen, sahen wir eine kleine Gruppe älterer Herrschaften die auf landestypischen Instrumenten musizierten. Das waren Blasinstrumente aus Kürbissen, die klangverwandt sind mit der Klarinette. Ein paar Schritte weiter saßen Männer um einen selbstgebastelten Tisch und spielten Majong. Unter einer Pagode stimmte ein großer Chor gerade ein Lied an, und zwischen den Bäumen entdeckten wir vereinzelnd Menschen, die ihre Tai Chi Übungen machten oder sich an den schattenspendenden Bäumen den Rücken massierten. Wir passierten ein tanzendes Paar, das auf dem Gehweg von einem Tanzlehrer neue Tanzschritte lernte, und hinter dem großen Springbrunnen, der wie eine Wasserorgel zu lauter Musik das Wasser tanzen ließ, kalligraphierte ein Mann mit einem langen Pinsel, den er zwischendurch immer wieder in eine Wasserflasche tunkte, ein Gedicht auf den Gehweg. Das so kunstvoll und leider so flüchtig in der Mittagshitze verdunstete.

Das sind hier völlig normale Dinge, die man in seiner Freizeit tut. Während wir zu Hause mit einem „Coffee to go“ es bestenfalls noch ins nächste Fitnessstudio schaffen, läuft hier im Park ein Ehepaar rückwärts an uns vorbei, um die eigenen Sinne zu schärfen und die Konzentration zu steigern. Das ist kein Witz! Man stelle sich dieses Szenario bitte mal bei uns vor! Hier ist das alles völlig normal und wir kommen uns schon ein wenig merkwürdig vor, unseren Finger nicht mehr vom Kameraauslöser nehmen zu können.

Andererseits sind auch wir ein beliebtes Fotomotiv und so kommt es häufig vor, dass wir uns mit einigen Passanten im Arm ablichten lassen müssen.

Mittlerweile war es dringend Zeit zur Bühne zu gehen, denn der obligatorische Soundcheck für das Konzert heute Abend startete in wenigen Minuten.

Nicht lange darauf begann unser 2. Konzert in Shenyang. Der Platz war wieder rappelvoll, und vom ersten bis zum letzten Ton war die Stimmung großartig. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass wir uns, mit den paar gelernten chinesischen Sätzen, verständlich machen können und trotz des Sicherheitsgrabens und der uniformierten Sicherheitsbeamten vor der Bühne spüren wir unmittelbar die unendliche, positive Energie, die uns entgegengebracht wird.

Wir sind überaus glücklich, dass wir durch unsere Musik hierher kommen durften und es ist das größte Geschenk, zu spüren, dass Musik eine Sprache jenseits der Sprache ist und wir hier mit unseren Liedern Menschen berühren können.

Vorne in der ersten Reihe steht auch Ralf. Ralf ist extra aus Deutschland (Bielefeld) angereist, um dieses Abenteuer mit uns zu teilen. Es ist mittlerweile sein weit über 230. Kleekonzert. An dieser Stelle möchten wir uns bei ihm ganz herzlich bedanken!

Nach der heutigen Show wurde im Backstage noch in den Geburtstag des Kurators Udo Hoffmann gefeiert.

Und das nach allen Regeln der Kunst!

Wir studierten spontan eine kleine Showeinlage á la Marilyn Monroe ein. Die Backstage Koordinatorin stellte sich auf einen Stuhl, wir wandelten unsere Taschenlampe in ein Spotlight um und dann wurde „Happy Birthday“ gesungen und damit nicht genug, denn ab diesen Zeitpunkt musste sich jeder, ob er wollte oder nicht, auf die „Stuhl – Bühne“ stellen und ein Lied aus seinem Land singen oder tanzen oder eine Geschichte erzählen.

Ich muss nicht extra erwähnen, dass Viva Colonia natürlich nicht im Repertoire fehlte, oder?

Am Ende dieser stimmungsvollen Feier lagen wir uns alle in den Armen und sangen noch schnell : „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, bevor wir zurück zum Hotel gingen.

In der Hotellobby wurden wir von einem Fan überrascht, der extra einen Tanz für uns einstudiert hatte. In der Hotelbar, in der Haindling gerade eine Jamsession beendet hatte, zeigte er uns seinen Tanz. Die ganze Bar war fasziniert. Wir haben noch lange in der Bar getanzt, gesungen, gelacht und sogar geweint, denn Herr Haindling bat mich zu einer Meditationsübung, bei der man sich, ohne zu blinzeln, in die Augen guckt. Nach 10 Minuten rollten mir die Tränen über die Wangen. Tränen des Glücks und auch Tränen der Traurigkeit, morgen Früh abreisen zu müssen.

Aber irgendwie spüre ich, dass ich wiederkommen werde:

“ Eines Tages werde ich mit vollen Segeln das Meer überqueren und das Ufer erreichen, von dem ich träumte“ (Li Bai)

„erzählt“ von Suzie.

Und dann waren KLEE auch noch in Peking,

… Den gestrigen Reise-Tag von Shenyang nach Peking wollen wir nicht unerwähnt lassen, …

Den gestrigen Reise-Tag von Shenyang nach Peking wollen wir nicht unerwähnt lassen, aber ihm dennoch nur die ihm angemessene Kürze zugestehen, denn leider kreuzte ein heftiges Unwetter über Peking all unsere eigentlichen Pläne. So kam es, dass wir am Flughafen im wahrsten Sinne festsaßen und – schon eingecheckt und durchleuchtet – sage und schreibe 6(!) Stunden am Gate und auf zunehmend unbequemeneren Sitzen verbrachten. Ohne jegliche Info, permanent auf „Abruf“ wartend. Dies waren die wohl längsten sechs Stunden unseres Bandlebens.

Es gab dort nämlich nichts von all dem, was man in solchen Momenten begehrt: Kaffee, Essen, Internet… – doch, halt: Essen gabs schon, allerdings nur ein extrem begrenztes Angebot an Instant-Nudelsuppen. Nach 2 Portionen war das Kontingent des kleinen Imbiss dann auch schon genau so erschöpft wie wir mittlerweile. Und als wir kaum noch zu hoffen wagten, an diesem Tag noch nach Peking zu kommen, wurde das Flugverbot dann doch endlich aufgehoben und wir auf eine neue, startbereite Maschine umgebucht.

Glücklich, aber völlig geschafft konnten wir dann gegen 23 Uhr endlich auch in unser Hotel in Peking einchecken, wo wir auch schon auf bekannte Gesichter trafen: die Band Kira, die am Abend dort gespielt hatte und einige Kollegen von der Konferenz waren im selben Hotel untergebracht. Weil wir ja den ganzen Tag über noch nichts gegessen hatten, schlossen wir uns kurzerhand der Kiraband an und konnten endlich den berühmten „Hot Pot“ probieren. Eine Art Fondue, nur eben – wie der Name schon nahe legt – in „scharf“. In der Mitte eines Tisches befindet sich eingelassen der Topf mit der scharfen Brühe, und nach und nach kommen die exotischsten Köstlichkeiten hinzu. Wir haben auf allzu exotisches natürlich verzichtet: Um HundKatzeMaus oder ähnliches muss sich also niemand sorgen..; )

Auch Blut und Hirn (angebliche Spezialitäten) haben wir dann doch lieber ausgelassen.

Die „harmloseren“, wenn auch oft nicht minder unbekannten Zutaten schmeckten aber ganz ausgezeichnet, und wir können mit Fug und Recht sagen, dass dies bisher wohl unser leckerstes Abendessen war.

Der heutige Tag begann früh, denn wir wollten, obwohl wir ja heute Abend ein Konzert spielen sollten, unbedingt auch die chinesische Mauer sehen. Die Fahrt dorthin von Peking aus dauert etwa anderthalb Stunden und so sind wir gleich nach dem Frühstück in den extra für diesen Anlass angeheuerten Bus (samt Fahrer) gestiegen und losgebraust.

Leider vernebelte uns ein nicht weichen wollender Dunst die Sicht auf alles weiter als 500 Meter entfernte abseits der Strecke und leider dann auch auf die tollen Berge und die Mauer selbst. Das tat dem Erlebnis aber nicht wirklich Abbruch, denn wenn man erst mal die vielen Händler und Souvenirshops hinter sich gelassen hat, und mit der Seilbahn auf die Bergkuppen gefahren wurde, bietet sich einem ein unvergessliches Schauspiel. Ein Bild das sicher jeder kennt und wenn man dann dort oben auf der Mauer steht und lang läuft, kommt es einem fast surreal vor, so vertraut und fremd gleichzeitig sind die Eindrücke.

Wir waren ganz bewusst nicht zu dem touristischeren Abschnitt nach Badaling, sondern zu dem noch etwas ursprünglicheren Teil bei Mutianyu gefahren, aber selbst dort blieb man vom Werben der doch auch dort zahlreichen Händler nicht verschont. Auf dem Weg zurück zum Bus kamen einige von uns dann auch nicht umhin, ein paar Souvenirs zu kaufen: Mao-Bibeln, Jadefiguren, Postkarten…den Vogel schoss aber zweifellos Suzie ab, mit ihrer neuen Panda-Mütze…

Pünktlich zum Soundcheck waren wir dann auch wieder in Peking. Unser Auftritt heute war im Gegensatz zu den vorangegangenen kein Open-Air Konzert, sondern eine „klassische“ Club-Show. Ort des Geschehens: der Club Yugongyishan.

Und Peking enttäuschte unsere Erwartungen nicht: Auch hier war die Stimmung und das Publikum grandios. Wir wurden erneut auf einer Woge der Begeisterung getragen. Auf Seiten des Publikums und auch auf unserer eigenen. Wir sind überwältigt von so viel Zuspruch und Herzlichkeit. Und froh und dankbar, diese Reise angetreten zu haben. Sie übertrifft unsere kühnsten Erwartungen.

Xièxie Beying!! (Sten)

Elisas Tagebuch aus Shenyang

KLEE in Shenyang

Voller Freude darf ich hier den persönlichen Bericht von Elisa Tsai aus Shenyang China bekannt machen. Sie war knapp eine Woche die Betreuerin der Kleecrew in Shenyang.
Aber das erzählt sie alles selber in ihrem Tagebuch.

Bedanken möchte ich mich auch noch mal für die tollen Bilder, die sind auch von Elisa.

11.06~16.06 ist eine der schoensten Wochen meines Lebens,weil ich die Betreuerin von KLEE war.

Ich kann noch erinnern, wie ich gespannt war,als ich sie im Flughafen sah. Ich nahm ein Bild mit KLEE an dem Ausgang und winkte, dann kam Suzie mit einer Kamera, machte einige Fotos von mir und dem anderen Betreuer. Als ich und Suzie hinter Pele den Koffer zusammen schleppte,sagte sie “schnell !schnell !kurze Beine!”Suess!ein grosses Kind!Ich hatte keinen Stress mehr.Sie sind alle freundlich und easygoing .Auf der Fahrt zum Hotel tauschte ich mit Pese,Musik Manager von KLEE,die Nummer und erzahlte etwas ueber Shenyang.Dann check in ,eine Stunde spaeter trafen wir uns und lauften herum in der Einkaufsstrasse in der Naehe von dem Hotel.Danach gingen wir zum Abendessen in einem beruehmten traditionellen Restaurant.Leider ging Daniel nicht wegen der Kopfschmerzen Ich habe ein privates Rezept mitgebracht,aber 8 Personen ,8Geschmack,die Bestellung war fuer mich sehr schwer.Sie liessen mich empfehlen, wie nett!Aber ich weiss nicht ,dass Pele Vegetarier ist,der arme Pele hat nur ein bischen gegessen.Gluecklicherweise gefaellt das Essen den anderen.Nach dem Abendessen lauften wir zum Hotel.Ich habe gefunden,dass sie gutes Gedaechtnis haben.Sie kannten den Weg besser als ich !Als wir wieder im Hotel waren, sagten Suzie und Pese,sie waren sehr zufrieden mit mir und waren sehr dankbar.Sie haben mir die CD und T-shirt geschenkt.Damit endete mein erster Tag mit KLEE.Ich habe das meinen Freundinnen erzaehlt , sie waren sehr neidisch auf mich und sagten “ich moechte auch mit KLEE zusammen”(sie sind Betreuerin von anderer Band).

Am 12.06 gingen wir zum Einkaufen in der Fashionstrasse.Ich lehrte sie “zu teuer” auf Chinesisch ,sie waren sehr klug und sprechten sehr gut.Wir gliederten uns in 3 Gruppen, ich mit Suzie und Chris, Pese mit Oliver,Tom mit Sten und Pele .Suzie hat viel gefilmt,Pele kaufte ein Paar Schuhe,Oliver bekam eine neue Muetze.ich und Suzie haben auch in einem Spielzeugladen gehandelt von 220 auf 150,als die Kaeuferin “ja,ok” sagte,sind wir so schnell wie moeglich geflohen,weil wir gar nicht den haesslichen ET bezahlen moechten.o(n_n)o…Um 18:00 gingen wir zu der Oeffnungszeromonie der Bewegung.Wir haben backstage besucht und uns mit der Umgebung vertraut gemacht.Die Begruessung war sehr langweilig,nur Rede,Beamte und Blumen.Als es regnete, gingen wir zum Biergarten und tranken in angenehmem Regen.Danach haben wir die Konzerte von Torpedo Boyz und Doro angeschaut.Dann zurueck zum Hotel und “Gute Nacht!”

Am 13.06 kam first soundcheck.Um 11:15 nahmen wir Shuttlebus zum Soudcheck. in der grossen Buehne.Alles war in Ordnung.Abends um 20:45 begann das Konzert.Die Zuschauer waren total begeistert.Als Suzie Handsterne sagte, schwenkten die Zuschauer ihre Haende mit ihr.Suzie hat auch einige Saetze auf Chinesisch gesprochen.z.B.”wir lieben euch” ”hallo” ”wir werden wie Gold sein” “danke fuer eure Leidenschaft”.Als Suzie das chinesische Lied ‘Jasminblumen’ sang, kam der Glanzpunkt des Abends.Ein tolles Konzert!!!Ich habe viele Fotos gemacht.Zurueck zum Hotel , es gab auch ein kleines Konzert in der Bar des Hotels.Da habe ich einen grossen Fan kennengelernt,er hat ueber 200 Konzerte von KLEE angeschaut.wow!Das Konzert endete gegen 2:00,danach eine Party.Weil es zu spaet war, lud Pese mich und Katharina(Betreuerin von Torpedo Boyz) zum Hotel ein.Dafuer war ich sehr dankbar.

Am 14.06 mussten Suzie,Pese,Tom und Sten zur Musikkonferenz gehen,die anderen hatten einen Freitag.so wir entschieden uns ,die verbotene Stadt in Shenyang zu besichtigen.Aber Pele hat sich ausgeschlafen bis 14:30,deshalb hatte er keine Chance, die schoene Landschaft in der Altstadt zu geniessen.Das wetter war sehr schoen und angenehm.wir haben viele Superfotos aufgenommen und traditionelle chinesische Maultasche gegessen.Suzie hat auch eine schoene Zeit mit chinesischen Kinder mitgebracht.Abends gingen wir zum Konzert von Haindling.Leider kann ich sie gar nicht verstehen, aber die Melodie gefaellt mir sehr.Zurueck zum Hotel ,Ende des Tages.

Am 15.06 war des zweite Konzert.Um 11:45 noch mal soundcheck. Es gibt ein kleines Problem mit Sten’ keyboard ,aber alles war in Ordnung am Ende.Abends um 19:35 fing das Konzert an.Die Zuschauer waren mehr als beim ersten Konzert.It’s a big hit! Zu meiner groessten Ueberraschung sagte Suzie in der grossen Buehne ,dass das Lied “Jasminblumen” fuer mich war.Ich bin so froh ,dass ich weinte .Nach dem Konzert gab es eine kleine Geburtstagsparty von Udo Hoffman, Musikdesigner.Es herrschte tolle Atmosphaere.Auf der Party tanzte ich zum erstem Mal mit Pele.Um 00:30 zurueck zum Hotel , dart wartete noch eine Party in der Bar.Leider konnte ich nicht dabei sein ,weil meine Tante und Onkel mich im Hotel abholten.

Am 16.06 war der Abschiedtag.Sie mussten nach Peking,Hauptstadt Chinas, fliegen, dort haben sie noch Konzerte.Ich moechte wirklich mit ihr nach Peking, aber ich habe noch Arbeit und muss bald zurueck zur Uni fahren.Das Wetter war schlimm in Peking , deshalb mussten wir einige Stunden warten.Suzie hat gesagt,dass das Schicksal war und wir mehrere Zeit miteinander hatten.Um etwa 15:00 kam der Abschied. Der Abschied fiel mir sehr sehr schwer, nochmal weine.Suzie’Kleid wurde nass wegen meiner Traenen. Umarmten uns. Das Flugzeug startet 8 Stunden spaeter als geplant.Ich war sehr froh ,dass sie an mich schrieben ,als sie in Peking angekonnen sind.

Die Zeit ist kurz,aber alles ist herzlich. Ich bekomme 8 Superfreunde.Suzie ist sehr freundlich und schoen.Pele lacht und trinkt gern.,ist ein grosses Kind Pese arbeitet fleissig und hat viel gefilmt.Sten ist supernett und mag fotografieren.Tom bleibt immer cool ,wenn er mit anderem Foto macht, aber lacht gern in der Buehne.Ich glaube, die Musik macht ihm viel Spass.Daniel sitzt immer weit von mir in der Buehne ,deshalb habe ich wenige Fotos von ihm geschossen. Chris ist sehr optimistisch,und mag Grimassen schneiden ,und danke fuer deine Jacke an dem Regentag.Oliver ist sehr beliebt in Shenyang viele Maedchen machen Fotos mit ihm, viele Maenner sind neidisch auf ihn wegen seiner Hoehe 192cm .

KLEE,Danke fuer alles! Ich vermisse euch! Sehen wir uns in 365 Tage in Deutschland wieder! Ich liebe euch!